Biographiearbeit

Mein Lebensbaum – eine biographische Spurensuche

Mein Lebensbaum

Wir laden Sie herzlich ganz herzlich ein, sich Zeit für sich selbst und Ihre eigene Lebensgeschichte zu nehmen. Dabei geht es das sich rückblickend erinnern, die gegenwärtige Lebenssituation zu betrachten und auch zu erkunden, welche Wünsche und Vorhaben Sie für Ihre Zukunft haben. Immer geleitet von einem positiven Blick auf die eigene Lebensgeschichte und Freundlichkeit sich selbst gegenüber.

Der „Lebensbaum“ mit seinen Wurzeln, dem Stamm und der Baumkrone mit Ästen, Blättern, Blüten und Früchten, steht als Bild für die verschiedenen Lebensphasen und deren Inhalt.

Über die Gesprächsinhalte vereinbaren die Teilnehmenden nach außen hin Verschwiegenheit. Jeder Teilnehmende ist für sich und was er oder sie einbringen selbst verantwortlich.

Der Kurs findet in einer Gruppe von maximal 10 Personen an drei Abenden im wöchentlichen Abstand für ca. 3 Stunden statt.

Für den geschützten Rahmen, den Biographiearbeit braucht, trägt die Kursleitung Sorge.

Termine:
11. Juli 2022
18. Juli 2022
25. Juli 2022
jeweils ab 19.00 Uhr
im Gemeindehaus Schnelldorf

Kosten: 25,-- € für den gesamten Kurs.
Für Mitarbeitende der Kirchengemeinde Oberampfrach übernimmt die Kirchengemeinde die Kosten.

Anmeldung:
Telefonisch über das Pfarramt Oberampfrach 07950-673
oder hier über unsere Online-Anmeldeformular

Sie möchten wissen, was Biographiearbeit bedeutet.
Die Kursleiterin Irmgard Schmidt stellt den Kurs hier vor:


„Was wirklich zählt ist das gelebte Leben“
Verena Kast

Im Hier und Heute leben – sich rückblickend erinnern – sich die Zukunft träumen

Das Wort „Biografie“ bedeutet „Lebensbeschreibung“ oder wir sagen auch „die Lebensgeschichte“ eines Menschen. „Biografie – Arbeit“ meint das sich Beschäftigen mit der eigenen Lebensgeschichte, im Erzählen oder/und aufschreiben – sich auf Spurensuchen zu begeben.

Biografiearbeit richtet sich an Menschen, die sich bewusst Zeit für sich selbst nehmen möchten ihr Leben rückblickend  -  im sich erinnern  -   zu betrachten. Es geht dabei um das Erinnern des ganzen Leben,  um den ganzen Reichtum des Lebens.

Im Erinnern können wir mit dem Blick von heute das gelebte Leben würdigen, sich der Schätze des eigenen Lebens bewusst werden  -  worauf bin ich stolz, was ist mir gut gelungen, wofür bin ich dankbar.

Es zeigen sich jedoch auch Brüche und Nahtstellen des Lebens, zeigen sich Verluste, die zu bewältigen waren und Lebensübergänge mit den unterschiedlichsten Anforderungen. Hilfreich in der Rückschau  dabei  ist der freundliche Blick, der wahrnimmt, was war – an Gutem und an Schwerem  – ohne daran festzuhalten, um weiterführend zu erkunden , woher nahm und nehme ich die Kraft für meine Lebensaufgaben, welche Kraftquellen hatte ich, welche habe ich heute, was war/ist dabei für mich unverzichtbar.

Biografiearbeit ist jedoch nicht nur Erinnerungsarbeit, sondern nimmt ganz konkret meine derzeitige Lebenssituation in den Blick und meine Wünsche und Ziele für die Zukunft.

Der Lebensrückblick, das sich Erinnern schließt alle Bereiche des Lebens mit ein: meine Vorfahren, meine Ursprungsfamilie, Partnerschaft, eigene Familie, Wohnen und Umfeld, Schule/Ausbildung/Beruf, Zeitgeschichte und Gesellschaft, Religion, Werte und Sinnfragen……..immer bezogen auf mich, meine ganz persönliche Lebenssituation und untrennbar  verknüpft mit meinen ureigensten Wünschen, Bedürfnissen und Gefühlen.

Als Erinnerungsanreize dienen Fotos, Gegenstände, Wörter und Sprüche aus der vergangenen Lebenszeit. Auch das Erinnern an Festlichkeiten, an Rituale, Musik hören und das Singen von Liedern, das  Wahrnehmen von  Gerüchen……………und vieles weitere mehr  -  zaubert  uns von einem Moment zum Anderen in eine andere, bereits vergangene Lebenswirklichkeit.

Dabei gibt es kein Richtig oder Falsch, es gibt keine Wertung  - wichtig allein ist die Wahrnehmung, das Gefühl, das entstandene innere Bild.

In unseren gemeinsamen Stunden wird uns  „der Baum“ als leitendes Symbol  begleiten – „mein Lebensbaum“ – seine Wurzeln, Baumstamm und Baumkrone stehen symbolisch für verschiedene Lebensphasen und deren Inhalte.

Im Dekanat Feuchtwangen biete ich Biografiearbeit in kleinen Gruppen bis max. 10 Personen an. Wir treffen uns  dreimal im wöchentlichen Abstand – eine Einheit ist für max. 3 Stunden geplant.

Neben meiner Fachlichkeit als Heilpädagogin beruht meine Grundhaltung auf einem achtsamen Miteinander, Behutsamkeit und Wertschätzung. Die Teilnehmer vereinbaren nach außen hin Verschwiegenheit über die Gesprächsinhalte, jeder Teilnehmer ist für sich selbst verantwortlich.

Biografiearbeit braucht einen geschützten Rahmen, für den ich als Leitung Sorge trage.

Irmgard Schmidt

Zur Person:
Mein Name ist Irmgard Schmidt, ich bin 67 Jahre alt und im Ruhestand. In meiner beruflichen Tätigkeit als Heilpädagogin war Biografiearbeit ein wichtiger Bestanteil meiner Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Zudem war ich als Referentin zum Thema Biografiearbeit in der Erwachsenenbildung für pädagogische MitarbeiterInnen im Evang. Erziehungsverband tätig.